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               Ausgabe 13 / September 2020
                                
Liebe Leserinnen und Leser,
an die Landwirte werden zurzeit viele Forderungen herangetragen. Das an sich, ist nicht neu. Eine Gesellschaft, die Wünsche äußert, hat es immer schon gegeben.
Der Wunsch nach magerem Fleisch wurde erkannt und von uns Landwirten erfüllt.
Der Wunsch nach „grünem Strom“ wurde erkannt, politisch gefördert und von uns Landwirten erfüllt.
Beides hat Abnehmer gefunden, die dafür bereit sind Geld auszugeben.
Zurzeit sind es allerdings GROßE Forderungen: Artenschutz, Gewässerschutz Klimaschutz, Tierwohl, ….
Alles Wünsche, die wir Landwirte nicht ablehnen und gerne erfüllen.

In diesen Bereichen ist bereits in den vergangenen Jahren viel passiert. Jeder Landwirt, der heute investiert, berücksichtigt neuste Tierwohlaspekte und Standards. Viele freiwillige Naturschutzmaßnahmen werden bereits umgesetzt, mit steigender Beteiligung. Es gibt modernste Technik, um Nährstoffe und Pflanzenschutz noch effizienter und umweltschonender einzusetzen. Der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmittel sinkt dadurch nachweislich seit Jahren.
Wir sind bereit für Veränderungen und zeigen das auch!

Doch der Gesellschaft geht das nicht schnell genug.
Viele Landwirte stehen mit dem Rücken zur Wand. Uns fehlt nicht nur die rechtliche Grundlage für Baugenehmigungen, sondern vor allem Planungssicherheit. Tierwohl, Umweltschutz und Artenvielfalt haben ihren Preis! Und leider kann uns zurzeit keiner garantieren, dass wir unseren Mehraufwand für solche Maßnahmen auch entlohnt bekommen.
Wird diese Frage allerdings nicht bald geklärt, wird es nur ein Resultat geben: Der Strukturwandel wird zum Strukturbruch.
Viele Landwirte werden aufhören und die Produktion wird sich ins benachbarte Ausland verlagern. Das würde verheerende Folgen für die Versorgungssicherheit hier zu Lande haben, genauso wie für Umwelt-, Klima- und Tierschutz auf globaler Ebene.
Daher sind wir als VEL weiterhin gefordert, dass wir uns für jedes dieser Themenfelder vehement einsetzen. Praxisgerechte Lösungen müssen erarbeitet werden, um die heimischen Familienbetriebe zu erhalten.   

Georg Meiners


Rote Gebiete - vom Landvolk in Auftrag gegebenes Gutachten unterstützt bei den Argumenten


Insgesamt acht Landwirte aus Niedersachsen werden vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg gegen die Landesdüngeverordnung klagen. Drei Landwirte kommen dabei aus dem Verbandsgebiet der VEL. Sie werden finanziell und rechtlich unterstützt von der VEL sowie dem Landvolk Niedersachsen. Die Argumentation der Kläger wird durch das von der VEL initiierte und von 18 Kreisverbänden in Auftrag gegebene Gutachten der Hydor GmbH in Berlin untermauert. „Die Fälle wurden nach hydrogeologischen Gesichtspunkten ausgewählt. Wir haben besonders darauf geachtet, dass die Kläger auch nach der novellierten Düngeverordnung des Bundes von der sogenannten Binnendifferenzierung betroffen sein werden“, schildert VEL-Präsident Georg Meiners.

Die Festlegung der „roten Gebiete“ nach der Landesdüngeverordnung erfolgte in Anlehnung an die zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie festgelegten Grundwasserkörper, die sich in einem chemisch schlechten Zustand befinden. Damit wurden Grundwasserkörper mit einer Ausdehnung von bis zu über 90.000 Hektar (ha) zu einem roten Gebiet bestimmt. Landwirte werden hier mit Restriktionen belastet, obwohl ihr Wirtschaften keinerlei Auswirkung auf den bis zu 50 Kilometer entfernten „belasteten“ Brunnen hat. „Das akzeptieren wir  und die Kläger nicht“, hebt Meiners hervor. Da näher liegende Messstellen völlig unauffällige Nitratwerte zeigen, kann die Auswahl noch weniger nachvollzogen werden. „Die Kläger halten das Vorgehen des Landes daher für rechtlich unzulässig“, sagt der VEL-Präsident.

Nach Einschätzung der VEL widerspricht bereits die maßgebliche Ermächtigungsgrundlage der Düngeverordnung des Bundes den Vorgaben der Nitratrichtlinie, weil zur Festlegung der roten Gebiete an die Grundwasserkörper angeknüpft wird. Diese Festlegung der Grundwasserkörper bewertet die VEL bereits als rechtswidrig. Die Beurteilung des chemisch schlechten Zustands wurde danach auf der Basis von Messstellen getroffen, die in vielen Fällen nicht geeignet sind, richtige Messergebnisse zu liefern. Diese Bewertung hat das von den Landvolkkreisverbänden und dem Landvolk Niedersachsen finanzierte Gutachten der Hydor bestätigt. Jede Klage der acht Landwirte wird auf ein einzelfallbezogenes hydrogeologisches Gutachten gestützt, um die Fehlerhaftigkeit der Messergebnisse und die fehlerhafte Einstufung der Flächen aller Kläger als rotes Gebiet konkret zu belegen.
Parallel lassen der Deutsche Bauernverband und seine Landesverbände bereits ein Vorgehen gegen die Bundesdüngeverordnung fachlich und juristisch prüfen. Sollte die Prüfung positiv ausfallen, werden auch hier Klagen erhoben.



69 Bienenfreundliche Landwirte im Emsland und der Grafschaft Bentheim


Eine großartige Leistung!

In diesem Jahr haben sich 69 Landwirte aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim an der Aktion "Bienenfreundlicher Landwirt" beteiligt. Niedersachsenweit waren es sogar kanpp 450 Landwirte.
Vor allem in der aktuellen Situation mit dem Volksbegehren des NABUs wird deutlich, wie wichtig es ist, dass wir Landwirte zeigen, wie viel wir bereits für den Erhalt der Insekten bzw. Artenvielfalt tun und das dies für uns von hoher Bedeutung ist. Mit dem "bienenfreundlichen Landwirt" kann man mit wenig Aufwand eine tolle Außenwirkung schaffen. Das sollten ins Zukunft noch mehr Landwirte nutzen.

Um die Auszeichnung "bienenfreundlicher Landwirt" zu erhalten, müssen selbstverpflichtende Maßnahmen erfüllt werden, die gemeinsam mit dem Bieneninstitut in Celle erarbeitet wurden. Viele dieser Maßnahmen können Landwirte ohne großen Aufwand erfüllen, z.B. Totholzecken, Stein- oder Sandhaufen und Unkrautecken. Außerdem gibt es zwei kostenlose Feldrandschilder, die zum Beispiel an Blühstreifen oder Staudengärten aufgestellt werden können.

Auch im nächsten Jahr findet diese Aktion wieder statt. Hoffentlich mit noch mehr Anmeldungen, denn einfacher kann Imagearbeit nicht sein.


Drohnen-Seminar 2021

Wir bieten in Kooperation mit Conrad Eilers Anfang nächsten Jahres ein Drohnen Seminar an.

Der Termin der Mahd fällt wie immer in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Mäher.

Im Emsland und der Grafschaft Bentheim wachsen auf 40.000 ha Ackergras, Grünroggen und Grünland, die zum Teil mehrmals jährlich gemäht werden. Die Bewirtschafter dieser landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen in der Pflicht den Mähtod bestmöglich zu vermeiden.

Das Abfliegen der Flächen mit der Drohne ist die wirksamste Möglichkeit nicht nur Kitze, sondern auch Gelege zu schützen.  Durchgeführt wird der Kurs von Conrad Eilers. Er ist erfahrener Drohnenpilot und Jäger und hat in der vergangenen Saison über 100 Kitz, Gelege und Junghasen gerettet.

Seine Erfahrungen und Erkenntnisse möchte er teilen und weitergeben. Inhalt des Seminars werden zum Beispiel gesetzl. Grundlagen und die Erfahrungen und Vorgehensweisen bei der Kitzrettung der vergangenen Jahre sein. Außerdem werden verschiedene Modelle in unterschiedlichen Preisklassen vorgestellt. Um das Seminar abzurunden wird es eine praktische Flugeinheit geben.

Termine: 05./06./12. oder 13.02.2021 
Ort:
 Kochwerkstatt Lingen, Wolkenkamp 1, 49811 Lingen 
Anmeldung: nach Windhundprinzip über thordsen@landvolk-emsland.de
Kosten: 30€ VEL-Mitglieder / 50€ Nicht-Mitglieder (incl. Mittagessen)


Neue Versicherungsgesellschaft der VEL und des Kreislandvolk-verbandes Cloppenburg gegründet


Seit dem 01.09.2020 hat die VEL zusammen mit dem Kreislandvolkverband Cloppenburg, die CEV GmbH (Cloppenburg Emsland Versicherung GmbH) gegründet. Ziel ist es, den Mitgliedern eine umfassende und qualitativ hochwertige Beratung in Versicherungsfragen anzubieten. In den letzten Jahren hat sich zunehmend herausgestellt, dass die Strukturen der landwirtschaftlichen Betriebe dieser Region ein umfangreiches Spezialwissen erfordern. Dies gilt auch für Versicherungsfragen.

Daher hat sich die VEL und der KLV Cloppenburg dazu entschlossen, eine Betreuung in allen privaten und landwirtschaftlichen Versicherungsangelegenheiten anzubieten.
Bereits mit anderen Versicherungsmaklern bestehende Vereinbarungen können übernommen werden.

Unser qualifiziertes und geschultes Personal der CEV GmbH steht Ihnen ab sofort für Beratungsfragen zur Verfügung. Derzeit sind die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle in Cloppenburg erreichbar. In Kürze wird ebenfalls eine Fachkraft in der Geschäftsstelle in Meppen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Folgende Ansprechpartner stehen zur Verfügung:
Frau Jessica Hillmer (Geschäftsführerin): 04471-965290 oder 0172-8372217
Frau Jennifer Oer (Innendienstkraft): 04471-965290


Neues von der CEV GmbH

Landwirtschaftliche Gebäudeversicherung optimieren!

Im Rahmen der landwirtschaftlichen Gebäudeversicherung hat unser CEV Vers.-Makler zusammen mit dem Versorgungswerk VCR und einem regionalen Versicherer ein neues Konzept entwickelt.

Im Rahmen der landw. Gebäudeversicherung wird folgende Differenzdeckung zur Vereinbarung:
Abweichend von $ 12a ) Abs. 2 ABL_CV, wird der Kaufpries erstattet,  (max. bis zur VSS des derzeit vers. Objektes) für ein Objekt gleicher Art und Güte, an anderer Stelle, wenn behördlicher Seite ein Wiederaufbau nicht genehmigt wird, nach einem Totalschaden durch Feuer. Diese Differenzdeckung gilt bis zur nächsten Hauptfälligkeit des Vertrages bei der Vorversicherung.

Beispiel:
Schadenssumme ca. 1.000 000 € bei Neuaufbau.
Beim Kauf an anderer Stelle wird laut Versicherungsbedingungen nur der
Zeitwert ersetzt ca.  600.000 €
Differenz                   400.000 €

Bei dieser von uns angebotenen Differenzdeckung spielt es keine Rolle, bei wem Ihre landwirtschaftlichen Gebäude versichert sind. Zahlt der Vorversicherer, wird die Differenz ausgezahlt.

Um Vers. Schutz herzustellen, benötigen wir lediglich den letzten Versicherungsschein.
Für alle landw. Gebäude mit derselben Risikoanschrift beträgt die Jahresprämie lediglich 300 € zzgl. Versicherungssteuer!


AVD besteht seit 25 Jahren


Vor kurzem hat der Agrovermittlungsdienst Emsland – Bentheim GmbH (AVD) von Herrn Reinhard Hegewald, Mitarbeiter der IHK Papenburg und Ostfriesland, in einem kleinen feierlichen Rahmen die Urkunde zum 25-jährigen Firmenjubiläum überreicht bekommen.

Lambert Hurink und Josef Blömer, Geschäftsführer des AVD, hoben in ihren Ansprachen die hohe Bedeutung der Wirtschaftsdüngervermittlung im Emsland und der Grafschaft Bentheim hervor. In der veredelungsstarken Region besteht zunehmend die Notwendigkeit, dass eine Optimierung der Nährstoffverteilung in der Region vorgenommen wird. Darüber hinaus wird Wirtschaftsdünger, in fester als auch in flüssiger Form, in Regionen mit niedriger Viehdichte transportiert und nachhaltig verwertet.

Hermann Wulkotte aus Lingen sowie Arnold Bosmann vom Beratungsring Grafschaft Bentheim haben von Anfang an die Gründung und Entwicklung des AVD begleitet. „Es war uns klar, dass eine transparente Dokumentation der Nährstoffströme sowie die Einbeziehung der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen notwendig ist, um eine verlässliche Wirtschaftsdüngervermittlung aufzubauen“, so Hermann Wulkotte. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages, der bis heute Bestand hat, wurde zwischen allen Partnern klar festgelegt, unter welchen Bedingungen die Wirtschaftsdüngervermittlung auch im Bauantragsverfahren Gültigkeit hat. Der AVD legt jedes Jahr seine Verträge und Lieferströme gegenüber den Behörden offen. Die zu Beginn vermittelten Wirtschaftsdüngermengen bewegten sich im Anfang in einem relativ kleinen Rahmen. Inzwischen werden jedes Jahr mehr als 900.000 Einheiten (to und m³) seitens des AVD vermittelt. Große Mengen an festen Wirtschaftsdüngern werden zudem an Biogasanlagen in Ostniedersachsen und Ostdeutschland vermittelt und tragen zusätzlich zu einer effizienten regenerativen Nutzung des vorhandenen Methans bei.

Die vor 25 Jahren vorgenommene Gründung des AVD hat letztendlich dazu geführt, dass auch im Nährstoffbericht Niedersachsens die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim jedes Jahr gute Nährstoffbilanzen vorweisen können.


Ernteprojekt der Landfrauen "Gelbes Band"


Im Zuge der bundesweiten Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" starten die Landfrauen und das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) die Aktion "Gelbes Band - Das Ernteprojekt". Aufgerufen sind alle Besitzer von Obstbäumen und -sträuchern, egal ob privat oder öffentlich.

Kennzeichnen Sie die Bäume und Sträucher mit einem gelben Band, die Sie für Mitbürger zum Selbstpflücken freigeben möchten.  Dieses Obst kann kostenlos und ohne Rücksprache geerntet werden. Dabei sollte auf die Natur geachtet werden. Die Bäume und Sträucher sollten beim Pflücken nicht beschädigt werden. Außerdem versteht es sich von selbst, dass der Bereich sauber und ohne Müll hinterlassen wird.

Weitere Informationen zur Aktion und gelbe Bänder gibt es hier.


Mitbestalten im Arbeitskreis Agrar der Landjugend


Wir, der Arbeitskreis Agrar der KLJB im Bistum Osnabrück, sind aktuell 19 Junglandwirt*innen und landwirtschaftlich Interessierte und beschäftigen uns mit Themen rund um den ländlichen Raum und die Landwirtschaft.
Mit unseren regelmäßigen Arbeitskreistreffen und vielen Aktionen wie z. B. Betriebsbesichtigungen, Studienfahrten und Podiums Diskussionen mit Politikern aus der Region bilden wir uns fort, tauschen uns über aktuelle Themen aus und lernen neue Perspektiven kennen. Als diözesaner Arbeitskreis der KLJB im Bistum Osnabrück haben wir die Möglichkeit die Stimme für mehr als 7.000 jungen Menschen für landwirtschaftliche Themen darzustellen.

Wenn auch du Lust hast, neue Sichtweisen kennen zu lernen und dich zu engagieren melde dich einfach bei unserer Jugendbildungsreferentin Maria Jansen im Büro Osnabrück unter der Tel. Nr: 05401 8965 -15 oder per Mail an ak-agrar@kljb-osnabrueck.de


Winterprogramm 2020/2021 der Landjugend

Besichtigung des Hauptwerkes der Emslandstärke GmbH

Kartoffelliebhaber aufgepasst! Wir werden den größten Kartoffelflockenproduzenten weltweit besichtigen! In den Werken der Emslandstärke GmbH werden über zu 1.000.000 Tonnen Kartoffeln und bis zu 80.000 Tonnen Erbsen verarbeitet. Neben der Flockenproduktion, werden im Hauptwerk u.a. auch Kartoffel- & Erbsenstärke, sowie Kartoffel- & Erbsenfasern gewonnen.
Also lass uns gemeinsam hinter die Kulissen der Kartoffelverarbeitung schauen!

Am 15.01.2021 bei der Emslandstärke GmbH in Emlichheim
Anmeldung und weitere Infos bei Levinia-Alexa Schillingmann per Mail oder auf der Homepage.


Wenn Sie diese E-Mail (an: catharina.t.23@gmail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V.
Catharina Thordsen
An der Feuerwache, 12
49716 Meppen
Deutschland

05931-9332111