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               Ausgabe 12 / Mai 2020
                                


Ergebnisse des Wassergutachtens

Fast jede 2. Messstelle mit gravierenden Mängeln 
Die Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e. V. sieht sich in seiner Kritik an dem Messstellennetz zur Beurteilung der Grundwasserqualität bestärkt. Fast jede zweite Messstelle in Niedersachsen weist gravierende Mängel auf. Dieses Ergebnis hat ein Fachgutachten des Büros Hydor Consult mit Sitz in Berlin ergeben. „Die Ergebnisse sind aus unserer Sicht erschreckend und bestärken uns in unserer Kritik an dem bisherigen System“, fasst Präsident Georg Meiners zusammen.


Das Gutachten belegt Mängel an den bautechnischen Zuständen zahlreicher Messstellen, deren gesamtes Netz wird als wenig repräsentativ eingestuft und eignet sich somit nicht zur Festlegung der sogenannten „Roten Gebiete“. „Das Emsländische Landvolk fordert eine grundlegende Überprüfung der Messstellen sowie einen Neuzuschnitt des gesamten Messnetzes und daraus resultierend eine fundierte Überarbeitung der Gebietsausweisung“, fasst Meiners die aus dem Gutachten resultierenden Forderungen des Landvolkes zusammen. „Die Ergebnisse des Fachgutachtes liefern uns gute Argumente für die Klage gegen die erneute Änderung der Düngeverordnung“, sagt Meiners. 

Das Gutachten hat 41 Grundwasserkörper in Niedersachsen hinsichtlich ihres Zuschnittes mit den zugehörigen Typflächen/Teilräumen analysiert. Die Grundwasserkörper im Landkreis Emsland und dem Landkreis Grafschaft Bentheim sind dabei komplett enthalten. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die geringe Dichte der Messstellen in den Grundwasserkörpern nicht repräsentativ ist. Die ausgewiesenen Messstellen bilden nicht die reale Landnutzung ab. Das unterirdische Fließverhalten des Grundwassers wird zudem bei der Abgrenzung der Grundwasserkörper nicht ausreichend beachtet. 648 Messstellen wurden konkret auf ihre Qualität überprüft. 190 der 648 überprüften Messstellen weisen gravierende Mängel auf, beispielsweise in den bautechnischen Anforderungen. An weiteren 194 Messstellen belegt das Gutachten noch geringe Mängel. In 264 Fällen ist die Dokumentation der Ausbaupläne der Messstellen für eine Bewertung unzureichend, deshalb sind belastbare Aussagen zur Nitratbelastung dieser Messstellen nicht möglich. Hydor hat dazu eine Vielzahl von Parametern entlang der Messstellen abgeprüft. Schließlich sieht das Fachgutachten nach einem Vergleich der Messstellennetze europäischer Nachbarländer und der Schweiz mit dem in Deutschland eine nachteilige Behandlung der deutschen Landwirte gegenüber den europäischen Kollegen. 

Das von der Hydor in der Verantwortung von Dr. Stephan Hannappel erarbeitete Gutachten ist auf Initiative des Emsländischen Landvolkes in Verbund mit dem Kreislandvolkverband Cloppenburg in Auftrag gegeben worden. Insgesamt haben sich anschließend 23 Kreisverbände im Landvolk Niedersachsen sowie der Landesverband Niedersachsen selbst angeschlossen. Die Ergebnisse wurden Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast bereits vorab übermittelt. Im direkten Gespräch will das Landvolk seine Kritik gegenüber den beiden Ministern sowie dem NLWKN als zuständiger Fachbehörde gern erläutern. „Wir Landwirte stehen zu unserer Verantwortung für den Gewässerschutz“, sagt Meiners. Dazu müssten gesicherte, glaubhafte und präzise Daten vorliegen. Gerade vor der großen Bedeutung, die dem Ergebnis jeder einzelnen Messtelle bei der Festlegung der Düngeauflagen in den so genannten „roten Gebieten“ zukomme, müsse deren Aussagekraft absolut unangreifbar sein. „Die Landwirte müssen sich darauf verlassen können, dass schlechte Messstellenwerte auch valide sind“, betont der Landvolkpräsident. Dem Messnetz komme eine Schlüsselfunktion im Rahmen des Wasserschutzes zu, die daraus abgeleiteten Maßnahmen zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Flächen müssen daher sehr sorgfältig begründet sein. 

Hier noch einmal die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens: 
  1. Die Grundwasserkörper wurden nicht nach grundwasserhydraulischen Aspekten, also dem Fließverhalten des oberflächennahen Grundwassers, ausgegrenzt. In den oberen Kammlagen wurden dafür die Grenzen oberirdischer Fließgewässer verwendet, so dass es zu Abweichungen von mehreren Kilometern kommt.
  2. Das Bewertungsschema des NLWKN zur Einstufung der Grundwasserkörper (GWK) in den chemischen Zustand basiert auf einer landeseigenen Festlegung, die nicht den in § 6 (2) Satz 2 der GrwV (2017) beschriebenen, geostatistisch „vergleichbaren“ Verfahren zur Ermittlung von Flächenanteilen entspricht.
  3. Die apriori im Schema verwendeten sog. „Typflächen/Teilräume“ weisen keine ausreichend einheitlichen hydrogeologischen Eigenschaften auf. Zudem schwankt die Größe dieser Flächen stark, weshalb die fixe Festlegung einer Messstellenanzahl pro Fläche im Schema nicht sinnvoll ist. Die oft sehr geringe Dichte der WRRL-Messstellen pro Fläche führt außerdem zu sehr häufigen Einzelfallbewertungen bei der Einstufung des chemischen Zustandes aufgrund von Überschreitungen des Schwellenwertes 50 mg/l bei Nitrat.
  4. Diese im sog. „Prüfschritt 3“ des Schemas des NLWKN vorgenommene Einzelfallbewertung kann durch den NLWKN nicht belegt werden. Das betrifft 50 % der Typflächen innerhalb der 41 untersuchten GWK.
  5. Die Repräsentativität der Messstellen für Eigenschaften der Typflächen ist durch den NLWKN nicht belegt. In zwei exemplarisch untersuchten GWK zeigte sich durch anhand der Ermittlung der Landnutzungsanteile in den Neubildungsbereichen des Grundwassers, dass „Ackerland“ deutlich überrepräsentiert ist.
  6. Die Bewertung des bautechnischen Zustandes der Messstellen durch Vergleich mit den im technischen Regelwerk der Fachverbände (DVGW / DWA) dokumentierten Regeln ergeben bei 97 % der 648 untersuchten WRRL-Messstellen des NLWKN z. T. deutliche Defizite: So weisen 251 Messstellen (39 %) gravierende Mängel (z. B. fehlende Abdichtung zur GOK), 205 Messstellen (32 %) moderate Mängel und die übrigen 169 Messstellen (26 %) geringe Mängel (z. B. in der Dokumentation) auf. Mindestens gravierende Mängel können potenziell zu Nitratwerten führen, die nicht den Werten im Grundwasserleiter entsprechen.
  7. Die nur exemplarisch in zwei GWK untersuchbare Intensität der Wartung und Prüfung der aktuellen technischen Funktionsfähigkeit der Messstellen zeigt ebenfalls gravierende Mängel sowohl hinsichtlich der Dokumentation als auch der im technischen Regelwerk empfohlenen Turnuszeiten der Überprüfungen. Geophysikalische Ausbaukontrollmessungen, Kamerabefahrungen und aussagekräftige hydraulische Tests wurden durch den NLWKN nicht nach den im Regelwerk fachlich empfohlenen Zykluszeiten durchgeführt.
  8. Die Ionenbilanzfehler der Analysen sind nach den Regeln der DIN 3840262 bei 34 % der Proben hydrochemisch unplausibel. Daraus folgt zwar nicht zwingend ein falscher Nitratwert, die Analysen sollten aber nicht ohne einen Nachweis der Plausibilität von der Behörde für Maßnahmenzwecke verwendet werden.
  9. Zusammenfassend wird für die 41 untersuchten GWK beurteilt, dass die Einstufung aufgrund (1) der Mängel der Repräsentativität, (2) des bautechnischen Zustandes und der mangelnden Wartung sowie (3) unplausibler Analysen nicht nachvollziehbar ist. Diese aggregierte Bewertung variiert regional zwischen den untersuchten 41 GWK (29.563 km²). Bei10 % der Fläche dieser GWK treten geringe, bei 55 % moderate und bei 35 % gravierende fachliche Mängel der chemischen Einstufung im Jahr 2015 auf.
  10. Der internationale Vergleich der Messnetze in Europa, die für die an die Kommission übermittelten Nitratberichte genutzt werden, zeigt aufgrund deutlich erkennbarer konzeptioneller Unterschiede in den nationalen Messnetzkonzeptionen eine nicht gegebene Konformität untereinander. Das deutsche EU-Nitratmessnetz z. B. beinhaltet im Gegensatz zu allen anderen Staaten ausschließlich grundwasseroberflächennah verfilterte Messstellen in primär landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Dies führt zu deutlich höheren berichteten Nitratkonzentrationen im Vergleich mit anderen Staaten und steht nicht im Einklang mit der EG-Nitratrichtlinie von 1991, nach der (Artikel 6 (1), a) ii)) zur Ausweisung gefährdeter Gebiete Messstellen verwendet werden müssen, die für die gesamten Grundwasservorkommen repräsentativ sein müssen.



Spenden Schutzbekleidung

Vielen Dank an alle.

Landwirte aus dem Emsland haben Schutzbekleidung, die sie sonst bei Hofbesichtigungen verteilen, an den Landkreis Emsland gespendet. Die Overalls, Schutzmasken und Handschuhe sollen an die medizinischen Einrichtungen in der Region verteilt werden.

Viele Landwirte halten kleine Mengen an Einwegoveralls, Schuhüberzieher und Einmal-Handschuhen für Hofbesuche und Kontrollen vor. Aufgrund der Corona-Krise finden allerdings keine Besuche mehr statt und die Stalltüren bleiben geschlossen.
In diesen außergewöhnlichen Zeiten stehen Ärzten und Mitarbeitern in Kliniken, bei Rettungsdiensten und im Pflegedienst vor immer größeren Problemen. Schutzausrüstung wird immer knapper und ist auf dem Markt kaum noch zu erhalten. Landwirte aus dem Emsland haben sich dazu entschlossen in diesen schwierigen Zeiten zu helfen. Eine Woche lang konnten sie ihre Schutzbekleidung bei den Geschäftsstellen des Landvolkes abgeben. Im Anschluss hat der Landvolk Präsident Georg Meiners die gespendete Bekleidung beim Landkreis abgegeben. Diesr wird die Spende an die örtlichen Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime weiter verteilen. Insgesamt kamen über 450 Overalls, 100 Atemmasken und 1800 Handschuhe zusammen.
 



Mähtod vermeiden

Die Frühmahd steht vor der Tür. Dieser Termin fällt wie immer in die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die in Wiesen und Grünroggen ihren Nachwuchs aufziehen. Doch „Ducken und Tarnen" schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Mäher. Im Emsland und der Grafschaft Bentheim wachsen auf 40.000 ha Ackergras, Grünroggen und Grünland, die zum Teil mehrmals jährlich gemäht werden. Die Bewirtschafter dieser landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen in der Pflicht den Mähtod bestmöglich zu vermeiden.
Eine gemeinsame Aktion zur möglichen Mähtodvermeidung möchten die Landesjägerschaft und die Jägerschaften vor Ort, die VEL, die Gruppe „Land schafft Verbindung“, die Landwirtskammer und der Biotopfond im Emsland und der Grafschaft Bentheim in Bewegung setzen.
Unterstützt werden  sie hierbei von der Maschinenfabrik Krone, die freundlicherweise 400 akustische Signalgeber zur Anbringung an die Mähgeräte zusammengebaut hat.

Diese können ab sofort per Mail unter thordsen@landvolk-emsland.de bestellt werden. Ein Signalmelder kostet 30€ zzgl. 3,90€ Versand. Bitte Rechnungsadressat, Adresse und Menge angeben. Empfohlen werden gleich zwei Melder zu erwerben, damit beim Einsatz ein Ersatzgerät zur Verfügung steht.
Weitere Informationen hier zum Download.


Bienenfreundliche Landwirt


Noch bis zum 15.Mai mitmachen.

Maßnahmen, die fast jeder Betrieb erfüllt. Von Totholzecke, über Stein- oder Sandhaufen bis hin zum Blühstreifen oder Altgrasstreifen. So können wir jetzt schon ein Zeichen setzen, auch in Richtung Volksbegehren Artenvielfalt. Je mehr Landwirte teilnehmen, desto größer die Außenwirkung.

Alle diese Maßnahmen erfolgen freiwillig als Selbstverpflichtung.
Das Anmeldeformular gibt es hier direkt als Download!
Bei Rückfragen gerne bei der Öffentlickeitsbeauftragten des Landvolkes melden.


Exzellenter Arbeitgeber 2020


Zwischen der VEL und in den Häusern tätigen DATA-TAX Steuerberatungsgesellschaft mbH besteht außerhalb des jeweils eigenen und unabhängigen Dienstleistungskataloges in personellen und sozialen Angelegenheiten eine enge Zusammenarbeit. Daher freut es uns besonders, dass die DATA-TAX am 23.01.2020 durch den Steuerberaterverband mit dem Arbeitgebersiegel „Exzellenter Arbeitgeber“ ausgezeichnet wurde. 

Die DATA-TAX nahm an einer Befragung durch den Verband teil und musste zahlreiche Angaben unter anderem zu den Bereichen Fortbildung, Arbeitsplatzgestaltung und Engagement für Mitarbeiter machen. Punkten konnte die DATA-TAX mit einem kollegialem Arbeitsumfeld, familienfreundlichen flexiblen Arbeitszeitmodellen und einer fairen Vergütung. Das Siegel soll  potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen, dass in der Kanzlei:

- ihre Arbeit wertgeschätzt wird,
- das Arbeitsklima von Teamgeist, Vertrauen und     gegenseitigem Respekt geprägt ist,
die Mitarbeiterführung kompetent und authentisch  erfolgt,
- die Mitarbeitermotivation hoch ist,
- die Vergütung angemessen und fair erfolgt,
- sich Entfaltungsfreiraum sowie
ausgezeichnete Karrierechancen bieten.



Aktuelles aus dem Steuerrecht


Tarifglättung: nun geht’s los!
Nachdem in der letzten Milchkrise eine Vorschrift zur Tarifglättung geschaffen wurde, kann die Beantragung für die Jahre 2014-2016 endlich beginnen. Ziel ist es Gewinnschwankungen auszugleichen. Wenn Sie durch uns steuerlich beraten sind, werden wir unaufgefordert die komplexe Berechnung vornehmen und Sie im Falle eines positiven Ergebnisses informieren.


Förderungen für energetische Sanierungen am Wohnhaus
Für bestimmte Sanierungsmaßnahmen am selbstgenutzten Wohnhaus können verteilt über 3 Jahre ab 2020 bis zu 40.000€ Steuerermäßigungen in Anspruch genommen werden, auch für Materialkosten. Die Förderung beträgt 20% der bescheinigten förderfähigen Aufwendungen für z.B. Dämmung, Fenster, Türen, Lüftungsanlagen oder die Optimierung von Heizungsanlagen.

Sonderabschreibungen für neue Mietwohnungen
Wenn Sie neuen Mietwohnraum schaffen, ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich Sonderabschreibungen von bis zu 20% auf max. 2.000€ Herstellungskosten je qm innerhalb der ersten 4 Jahre geltend zu machen. Erfolgt vor Ablauf von 10 Jahren eine Umnutzung oder eine Veräußerung wird der Steuervorteil rückwirkend gestrichen.

Arbeitgeber-Infos:
  • Erhalten Ihre Mitarbeiter einen Corona-Bonus“ zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn ist eine solche Zahlung bis 1.500€ befristet bis zum 31.12.2020 steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Kurzfristige Beschäftigungen, die nicht berufsmäßig ausgeübt werden, können in der Corona-Krise bis zum 31.10.2020 im Umfang von bis zu 115 Tagen sozialversicherungsfrei erfolgen.
  • Steuerfreie Verpflegungspauschalen für auswärtige Tätigkeiten außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte (regelmäßig Hofstelle/Stallgebäude) können ab 2020 in folgender Höhe gezahlt werden:
    • 14€/Tag bei mehr als 8-stündiger Abwesenheit und an An-und Abreisetagen bei mehrtägigen Dienstreisen
    • 28€/Tag bei 24-stündiger Abwesenheit
  • Stellen Sie Ihrem Mitarbeiter eine Wohnung zur Verfügung, ist es möglich einen Bewertungsabschlag von einem Drittel der ortüblichen Kaltmiete vorzunehmen.
Diese und weitere Themen aus dem Steuerrecht finden Sie unter https://www.landvolk-emsland.de/aktuelles/steuernews/.




LVB Rabatt Aktion



Es ist soweit, die Frühling bzw. Sommer Aktion ist gestartet.
Vom 01.April bis zum 30.Septemper erhalten alle Mitglieder des Landvolk Betriebsmittel GmbH auf das gesamte Sortiment 25% Rabatt. Einfach den Gutscheincode LVB25 eingeben und sparen.


Termine

Tag des offenen Hofes

Wird verschoben auf 2021!

Wer Lust und Interesse hat, darf sich gerne melden. Auch ein Ort in dem mehrere Höfe zusammen liegen, ist herzlich willkommen.


Wenn Sie diese E-Mail (an: catharina.t.23@gmail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V.
Catharina Thordsen
An der Feuerwache, 12
49716 Meppen
Deutschland

05931-9332111